N°5

KasselerStr.
Lohfelden 

Eine Zeit, eine Stadt, ein Haus...

Die 1820er Jahre markieren für Kurhessen einen Aufschwung, der sich in einer Bevölkerungsexplosion widerspiegelt. Mag die Phase nach den napoleonischen Kriegen politisch restaurativ sein, der Fortschritt und die Freiheit sind nicht aufzuhalten, Kultur und Wirtschaft erleben eine beispiellose Blüte. In Kassel trifft die Sinnlichkeit der Romantik auf die Frische der Aufklärung und des Klassizismus. 

An der Linde

Die Blüte der Kernstadt färbt nicht nur ab: Vollmarshausen, die Ortschaft am westlichen Rand des Söhrewalds mit der Linde im Ortskern wird zum selbstbewussten Vorort, nahezu alle Häuser entstehen neu und zeugen vom Wohlstand jener Zeit. Abschluss dieser Bauphase bildet 1835-39 die klassizistische  Evangelische Kirche von Vollmarshausen. Das Bauwerk des Architekten Daniel Engelhardt ersetzt einen gotischen Vorgängerbau. 

Das klassizistische Kassel ist nach der bauwütigen Gründerzeit, den Bombennächten und dem Wiederaufbau, bis auf ein paar Landmarken Geschichte. Vollmarshausen und seine Häuser haben (wenn auch in mittelalterlichen, rustikalen Farben) überlebt. Die "Gesamtanlage" (so der denkmalpflegerische Terminus) ist ein sehr homogenes klassizistisch-biedermeierliches Ensemble, und versetzen uns in eine der schönsten Epochen der deutschen Geschichte.

Als eines von etwa zwei Dutzend Kulturdenkmäler im Ort, befindet sich das Haus Kasseler Straße 5, nur vom eigenen Garten getrennt, am Platz an der alten Linde. 

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 Stand der Information, Juni 2015
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